Edgar Cayce


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Die Helfer

Diese Nennungen sind mitnichten vollständig. Hier sind nur die bekanntesten Personen aufgeführt. Zahlreiche nicht Genannte haben ebenfalls stark dazu beigetragen, Edgar Cayce zu helfen und zu fördern.

Trance-Leiter   Homöopath   Freund
         
Sekretärin   Förderer   Biograph

 

Der erste “Trance-Leiter”
Al Layne lernte Edgar 1901 durch Dr. William Girao, der am College in Hopkinsville Deutsch und Psychologie unterrichtete, kennen, als Edgar seine Stimme verloren hatte. Layne war ein kleiner, schmächtiger Mann in den Dreißigern, mit bereits ergrauenden Haaren und einem kleinen Schnurrbart. Zu dem Zeitpunkt, als er Edgar begegnete, litt er an einer schweren Magen-Darm-Störung, die an seinen Kräften zehrte. Das zu dieser Zeit starke Interesse an alternativen Heilmethoden hatte auch ihn erfasst. Er beschäftigte sich mit Hypnose und lernte über einen Fernkurs Osteopathie und Homöopathie. Fest glaubte er daran, dass „jeder Mensch sein eigener Arzt“ sein kann. Obwohl Layne sich „Arzt“ nannte, hatte er keinen richtigen Abschluss. Als Edgar jedoch die Stimme verlor, war er der einzige, der ihm zu helfen vermochte, wenn auch erst nach mehreren Anläufen. Anschließend erhielt auch er ein Reading zu seiner Krankheit, das er umgehend und erfolgreich in die Praxis umsetzte. In der Folge begann er, als Arzt zu praktizieren und dazu Edgars Fähigkeiten zu nutzen. Als Edgar aus Hopkinsville fortzog, besuchte ihn Layne regelmäßig, um Readings zu bekommen, erhielt jedoch Berufsverbot, als seine Aktivitäten der Gesundheitsbehörde zu Ohren kamen. Dies bewog ihn, Osteopathie zu studieren. Er schrieb sich in der Southern School of Osteopathie in Kentucky ein, an der er dann auch einen anerkannten Abschluss machte. Da sein Weg Edgar nicht mehr kreuzte, ist nicht bekannt, was in der Folge aus ihm wurde.

Der Homöopath
Dr. Wesley Harrington Ketchum wurde 1878 im US-Bundesstaat Ohio geboren und wuchs dort auf. Über seine Jugend ist nur wenig bekannt. 1904 machte er seinen Abschluss am Cleveland-Pulte Medical College und begann in Hopkinsville, Kentucky, mit der Ausübung seines Berufs. Hier lernte er Edgar Cayce kennen, der ihn als „klein, kräftig gebaut und gepflegt“ beschrieb. Er war sehr gebildet und fest entschlossen, sich einen Namen zu machen, um in höchste gesellschaftliche Kreise Einlass zu finden. Dazu war ihm jedes Mittel recht. Nachdem er einige Readings für die Behandlung von Patienten von Edgar bekommen hatte, schrieb er einen Bericht für eine Ärztevereinigung, der zu einem Zeitungsartikel führte. Dieser Artikel machte Edgar und Wesley über Nacht zu Berühmtheiten. Trotz des Spotts seiner Kollegen führte Wesley die in den Readings empfohlenen Behandlungen stur durch und erzielte beeindruckende Erfolge. Eine Partnerschaft mit Edgar fand jedoch ein unrühmliches Ende, als Edgar herausfand, dass Ketchum und zwei weitere Partner, um zu Geld zu kommen, Readings zu wirtschaftlichen Transaktionen genommen hatten, statt wie vereinbart nur medizinische Readings zu nehmen. Darüber hinaus hatten sie Edgar diesbezüglich gefälschte Protokolle vorgelegt, um ihn zu täuschen.
Nachdem die Zusammenarbeit mit Edgar beendet war, beschloss Wesley, an der Universität Harvard einen Auffrischungskurs zu belegen. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau zog er 1913 nach Hawaii, wo er Katy deTuncq heiratete, die er in Hopkinsville kennen gelernt hatte. Auf Hawaii praktizierte er erfolgreich bis 1918. Anschließend ließ er sich in Palo Alto, Kalifornien, nieder, wo er bis zu seinem Ruhestand arbeitete. In den sechziger Jahren veröffentlichte er ein Buch über die Entdeckung Edgar Cayces (The Discovery of Edgar Cayce). 1968 starb Wesley im Alter von 90 Jahren in Palo Alto.

Der treue Freund
David Kahn wurde am 22. April 1893 in Lexington, Kentucky, in eine jüdische Familie geboren. Die Familie war im Lebensmittelhandel tätig, der Vater zeichnete sich als fleißiger Talmud-Schüler aus, die Mutter kümmerte sich um ihre neun Kinder. Etwa um 1914 lernte er Edgar Cayce kennen, als dieser seinen Nachbarn mehrfach Readings gab. Man freundete sich an und im Laufe der Zeit sollte Edgar der Familie und speziell David Hunderte von Readings geben. Davids enge Freundschaft zu Edgar hielt auch in schwierigen Zeiten stand und die gegenseitige Hilfe sollte niemals abreißen. Als Hauptmann aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt, steckte David voller Tatendrang und überzeugte Edgar, nach finanziellen Quellen für das sehnlichst gewünschte Krankenhaus zu suchen. Nach mehreren Fehlschlägen (u.a. bei der Suche nach Öl in Texas) zog David nach New York, wo er ein Möbelunternehmen gründete. In New York lernte er seine zukünftige Frau, die Schauspielerin Lucille kennen, die er 1927 heiratete. Die Readings beschrieben ihn als einen Mann mit „Integrität“, der „eine große Liebe zu Heim und Familie“ hegte, dessen „fehlende Selbstkontrolle [jedoch] ... schon viele Enttäuschungen auf dieser Ebene gebracht“ hatte, der sich aber „nach Erreichen des 35. Lebensjahres stark weiterentwickeln“ würde. Er galt als sehr gesprächig und überzeugend, aber auch als ungeduldig und aufbrausend. 1931 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Association for Research and Enlightenment (A.R.E.) und blieb Edgar bis zu dessen Tod ein treuer Freund. In späteren Jahren entstand in Zusammenarbeit mit dem Autor Will Oursler das Buch “My Life with Edgar Cayce” (Mein Leben mit Edgar Cayce). David blieb bis zu seinem eigenen Tod im Dezember 1968 ein aktives und engagiertes Mitglieder der A.R.E.

Die ergebene Sekretärin
(Dorothy) Gladys Davis wurde 1905 als ältestes von fünf Geschwistern geboren. Ihre Kindheit als Tochter eines Erdnussfarmers bezeichnete sie als glücklich. Nach einiger Zeit auf der High School beschloss sie, den Beruf der Sekretärin zu erlernen und begann mit fünfzehn Jahren, als solche zu arbeiten. Als Edgar im Jahr 1923 nach einer Sekretärin suchte, die eine adäquate Niederschrift seiner Readings erstellen konnte, bewarb sie sich und wurde angenommen. Viele hatten es versucht und waren an der Komplexität gescheitert. Gladys nahm die Herausforderung an und wurde mit der Zeit zu einem unverzichtbaren Familienmitglied, das Freud und Leid mit den Cayces teilte. In einem Reading wurde ihr erklärt, sie sei eine „Zwillingsseele*“ von Edgar und habe in diesem Leben mit ihm eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Zweifellos fühlte sich Edgar zu der großen, blonden, blauäugigen jungen Frau mit den breiten Schultern hingezogen, und mit der Zeit stellte sich zwischen beiden eine große Vertrautheit ein, die seine Beziehung zu seiner Frau jedoch nur anfänglich belastete. Gladys’ herausragendster Charakterzug war ihre unbedingte Loyalität und geistige Stärke, und sie hatte ein außergewöhnlich gutes Gedächtnis. In späteren Jahren war sie nicht nur für die Niederschrift der Readings, sondern auch für ihre Sortierung und Archivierung verantwortlich. Nach Edgars Tod übernahm Gladys die Verwahrung der Readings, bis seine Söhne aus dem Krieg zurückkehrten. Dann machte sie sich an die Katalogisierung und Indexierung der Informationen, die erst 1971 abgeschlossen war. Erst nach Edgars Tod heiratete sie, wurde jedoch schon nach 16 Jahren Witwe. Auch ihren zweiten Ehemann sollte sie überleben. Sie blieb der A.R.E. verbunden, bis sie im Februar 1986 starb.

*Zwillingsseele

Cayce und Sekretärin

Der große Förderer
Morton Blumenthal wurde 1895 in Pennsylvania geboren und machte eine schwere Schulzeit durch. Mit Fleiß und Durchhaltevermögen studierte er in Abendkursen an der Universität von Pittsburgh und erhielt nach seinem Abschluss eine Beteiligung an einem Börsenmaklerunternehmen in New York. Sein Interesse galt übersinnlichen Phänomenen und der Philosophie. Edgar Cayce lernte er durch David Kahn kennen, als Edgars Familie in Dayton, Ohio, lebte. Nachdem er selbst einige Readings erhalten hatte und weil er von dem großen Potenzial der Readings fasziniert war, bot er sich Edgar als Förderer an. Er finanzierte den Umzug der Familie nach Virginia Beach, kaufte dort ein Haus für die Cayces und bereitete sich darauf vor, gemeinsam mit einem Konsortium das lang ersehnte Krankenhaus sowie eine den Lehren gewidmete Universität zu errichten. Im Gegenzug wünschte er, dass Edgar ihm stets für Readings zur Verfügung stand. Hunderte von Readings für Morton handelten von Börsentendenzen und spiritueller Entwicklung sowie dem Leben nach dem Tod – Themen, die Morton am meisten interessierten. Doch was die Botschaft der Readings anbetraf, war Morton mehr ein Theoretiker. Er betrachtete sich eher als Lehrer, setzte die spirituellen Hinweisen zur Weiterentwicklung in seinem eigenen Leben jedoch kaum in die Tat um, obwohl er in den Readings oft darauf hingewiesen wurde, dass „nicht gelebtes Wissen ... Sünde“ ist. Je mehr Morton verdiente, desto mehr förderte er die Cayces, finanzierte sogar Hugh Lynns College-Ausbildung. 1925 heiratete er Adeline Levy, begann jedoch später ein Verhältnis mit der Sekretärin Patricia Devlin, die zunehmend Einfluss auf ihn gewann und ihn auch den Cayces entfremdete. Hinzu kam, dass Edgar in dem Maße, in dem die Arbeit mit dem Krankenhaus zunahm, immer weniger Zeit für ihn hatte. Oft erhielt er tagelang keine Readings, was ihn sehr verbitterte. Die Weltwirtschaftskrise, die Morton mehr traf, als er zugeben wollte, tat das ihre. All diese Umstände und diverse andere Probleme rund um das Krankenhaus und die Universität führten dazu, dass er Anfang der dreißiger Jahre entschied, beide zu schließen. Über den diesbezüglichen Streitigkeiten zerbrach die Freundschaft zu Edgar. Wegen des Verhältnisses zu seiner früheren Sekretärin ließ sich seine Frau von ihm scheiden. Morton und sein Bruder, der auch sein Geschäftspartner war, blieben noch einige Jahre im Geschäft, erklärten jedoch 1946 den Bankrott ihres Unternehmens und zogen nach Virginia Beach, wo sie ihre Namen änderten. Fortan nannte Morton sich Martin Kane und leitete eine Druckerei, die Gruß- und Postkarten auf einer der Hauptverkehrsstraßen in Virginia Beach verkaufte. Morton starb 1954, ohne seinen Frieden mit Edgar gemacht zu haben.

Der erste Biograph
Thomas Sugrue wurde 1907 in Naugatuck im US-Bundesstaat Connecticut geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist nur wenig bekannt, man weiß aber, dass seine Vorfahren Iren waren und dass er sich lebhaft an die Paraden, die an irischen Festtagen in seinem Heimatort abgehalten wurde, erinnerte. Schon früh hegte er den Wunsch, Schriftsteller zu werden. 1924 beendete er die High School und arbeitete einige Zeit als Kassierer in einer Bank. Der kleine, rothaarige Mann immatrikulierte sich 1926 an der Universität Washington and Lee in Virginia, wo er Edgars Sohn Hugh Lynn kennen lernte und von ihm über die Tätigkeit seines Vaters hörte. Als überzeugter Katholik, der einmal überlegt hatte, Priester zu werden, lehnte er das Ganze als Schwindel ab. 1927 traf er Edgar persönlich und erhielt sein erstes Lebens-Reading. Darin heißt es, Tom sei „ein Liebhaber des Schönen, sei es Musik, Poesie, Literatur oder die freie Natur. ... Jemand, der sich zu wenigen hingezogen fühlt, jedoch auf viele anziehend wirkt ... auf gewisse Weise exzentrisch ... sieht viel, meint es immer gut.“ In einem Gesundheits-Reading, das er kurz danach erhielt, wird gesagt, er habe an einer Geschlechtskrankheit gelitten, die „zum Teil“ behoben sei, ihm aber in späteren Jahren Schwierigkeiten machen würde, wenn er nicht auf sich achte. Mit der Zeit wurde Tom zu einem überzeugten Befürworter des Werks. Über viele Jahre hinweg besuchte er im Sommer die Cayces und erhielt viele Readings. Nach dem Studium war er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig und machte als erfolgreicher Reporter weite Reisen nach Europa, Fernost und Ägypten. Dabei folgte er immer weniger den gesundheitlichen Ratschlägen der Readings und erkrankte an Arthritis, die sich später in seinen Beinen festsetzte und ihn schließlich an den Rollstuhl fesseln sollte. 1937 heiratete er Mary Ganey und wurde 1938 Vater einer Tochter. Als sich seine Krankheit verschlimmerte, zog er bei den Cayces ein, um gemeinsam mit seinem Freund Hugh Lynn an seiner Gesundung zu arbeiten. In Virginia Beach begann er, an der ersten Cayce-Biographie zu schreiben, die 1942 veröffentlicht wurde und ihn weltbekannt machen sollte. 1941 zog er, einigermaßen gesund, zu seiner Familie nach Florida. Trotzdem Tom bald für immer an den Rollstuhl gefesselt war, begann er 1947 mit der Leitung einer Interview-Radiosendung und durchreiste 1949 das neugegründete Israel. 1953 starb er während einer Hüftoperation, die ihm das Laufen wieder ermöglichen sollte, an Herzversagen. Neben zahlreichen Artikeln, die seine Tochter 2006 der Bibliothek seiner Heimatstadt überlassen hat, schrieb er mehrere Bücher, durch die er zu einem gefragten Redner wurde, von denen jedoch nur die Cayce-Biographie in deutscher Übersetzung vorliegt.

„There is a River“ (Edgar Cayce – Die Geschichte eines schicksalhaften Lebens)
„Starling of the White House”. Das Buch schrieb er gemeinsam mit Colonel Edmund W. Starling, dem Leibwächter von fünf US-Präsidenten.
„We called It Music: A Generation of Jazz”. In diesem Buch erzählt der Jazz-Musiker Eddie Condon Tom Sugrue über sein Leben.
„Stranger in the Earth“. Ein persönliches Bekenntnis zu seinem ungewöhnlichen Glauben und seiner Verbindung mit Edgar Cayce.
„A Catholic Speaks His Mind“. Ein Buch über seine Probleme mit der Institution Kirche.
„Watch for the Morning“. Ein Bericht über seine sechsmonatige Reise durch Israel.

 

* Lt. Edgar Cayce hat jeder Mensch eine oder mehrere Zwillingsseelen. Auf der Erde kommen Zwillingsseelen, so Cayce, oft zusammen, um eine gemeinsame Aufgabe oder ein sie verbindendes Werk zu erfüllen.

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